9. Dezember
 

Es gibt viele Stufen,
bevor man zum Gemach
der wahren Gelehrsamkeit gelangt.
Man muss vorbeigehen an jenen,
die wissen wollen um des Wissens willen;
man nennt sie Wissbegierige.
Von da kommt man zu jenen,
die wissen wollen, um als Weise zu gelten;
die nennt man eitel;
hierauf zu jenen,
die wissen wollen, um zu erbauen;
hier ist die Liebe.

(Franz von Sales, DASal 12, 108)

Wissen ist Macht. Daher unterliegt man oft der Versuchung, mehr als andere wissen zu wollen, damit man über sie herrschen kann. Franz von Sales macht uns darauf aufmerksam, dass wahre Gelehrsamkeit immer etwas mit Liebe zu tun haben muss. Wahre Gelehrsamkeit ist als Wissen, das zur Erbauung anderer dient. Anderfalls arbeitet man nur der Gier oder der Eitelkeit in die Hände. Sein Wissen und sein Können jedoch aus Liebe in den Dienst für andere und für die Welt zu stellen, darauf kommt es an.

Fragen zum Nachdenken:

  • Wozu dient mir mein Wissen und mein Können?
  • Stelle ich mich in den Dienst für andere?
  • Bin ich bereit, mein Wissen und Können zu vermehren, um anderen zu helfen?

Herzensgebet durch den Tag:

Es lebe Jesus,
unser Meister und Lehrer der Liebe